Freitag, 21. Dezember 2012

Genderwahn: Das Gott


Kann man, wie Krisitna Schröder "Das Gott" sagen, auch wenn man Ministerin in einer christdemokratischen Regierung ist?

NUn darf man ja von einer Diplomsoziologin nicht unbedingt erwarten, daß sie sich mit komplizierten theologischen Fragen auskennt.

Aber so kompliziert ist die Frage gar nicht.  Gott ist jedenfalls keineswegs "Das" Gott, denn Gott ist Person. Oder grüßt man sich in der CDU inzwischen mit "Möge die Macht mit Dir sein"? Ist Frau Merkel in Wirklichkeit eine Yedi-RitterIn? Wäre zumindest eine aparte Vorstellung und würde erklären, warum die CDU wie hypnotisiert einer Person gehorcht, bei der das Christliche allenfalls in homöopathischer Verdünnung nachweisbar ist. Der Frage werde ich noch nachgehen.

Daß die Spitzen der politischen Parteien offenkundig mit Außerirdischen besetzt sind, ist auf diesem Blog ja schon mehrfach zwingend nachgewiesen worden. Bei Renate Künast besteht etwa kein vernünftiger Zweifel, daß es sich genau so verhält.

Während wir noch bis zum Beweis der Gegenteils davon ausgehen können, daß Kristina Schröder ein Erdling ist, können wir aber nun nicht mehr davon ausgehen, daß sie noch nicht vom Genderwahn befallen ist. Bisher sprach ihre gelegentliche Verweigerung des obligatorischen Hosenanzugs dagegen.

Daß Gott nicht "das" Gott ist, läßt sich noch relativ einfach erklären. Daß Gott aber nun als "Vater" oder "Bräutigam" und damit als männliche Person angesehen wird, hat für das Christentum eine essentielle Bedeutung. Schon die Juden versahen die göttliche Person mit männlichen Attributen, sahen den grundsätzlich attributlosen JHWE als den Bräutigam des Volkes Israel. Das Hohe Lied ist schon in früher Zeit nicht als irdisch-sinnliche Liebesdichtung, sondern mystisch verstanden worden.

Im Christentum setzt sich dies fort, nicht zuletzt in der Anrede Gottes als des "Vaters" und Christus als des "Bräutigams", der Bräutigam wandelt nicht sein Geschlecht, sondern steigt hinab und wählt sich die Kirche als Braut - ohne den Alten Bund zu brechen.

Daß ausgerechnet die Familienministerin diese keineswegs gleichgültige und nebensächliche mystische Dimension der Ehe nicht versteht, oder mißversteht, ist fatal. Wo die Beziehung zwischen dem himmlischen Bräutigam und seiner irdischen Braut gleichsam geschlechtslos wird, kann auch die Ehe "gegendert" werden, also ihre Geschlechterpolarität verlieren. Denn beide, die mystische und die irdische Ehe sind in geheimnisvoller Weise miteinander verbunden.

Ich frage mich, welcher Text aus dem Neuen Testament bei Kristinas Hochzeit gelesen wurde. Dieser kann es nicht gewesen sein:
Einer ordne sich dem andern unter in der gemeinsamen Ehrfurcht vor Christus. Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter wie Christus, dem Herrn; denn der Mann ist das Haupt der Frau, wie auch Christus das Haupt der Kirche ist; er hat sie gerettet, denn sie ist sein Leib. Wie aber die Kirche sich Christus unterordnet, sollen sich die Frauen in allem den Männern unterordnen. Ihr Männer, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten oder andere Fehler; heilig soll sie sein und makellos. Darum sind die Männer verpflichtet, ihre Frauen so zu lieben wie ihren eigenen Leib. Wer seine Frau liebt, liebt sich selbst. Keiner hat je seinen eigenen Leib gehasst, sondern er nährt und pflegt ihn, wie auch Christus die Kirche. Denn wir sind Glieder seines Leibes. Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche. Was euch angeht, so liebe jeder von euch seine Frau wie sich selbst, die Frau aber ehre den Mann. (Epheser 5, 21-33)

Kommentare:

  1. Frau Schröder ist ein beredtes Beispiel, wie heruntergekommen die Partei mit dem geheuchelten C mittlerweile ist.

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  2. Sehr schöne (und witzige :)) Auseinandersetzung mit dem Thema, v.a. die Polarität Bräutigam - Braut erscheint mir wichtig.

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  3. Was soll das ganz Buhei? Gott ist weder ein Mann, noch eine Frau, noch eine Sache. Also ist jede Bezeichnung falsch, aber da Geister eben im Deutschen männlich sind und das Christentum eine paternalistisch orientierte Religion ist .... Aber im Ernst, ist diese Hysterie wirklich nötig? Bei so einer Lappalie? Und Gott, Göttin oder wie auch immer lacht...

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  4. @E.M. Feminin-Maskulin? Wenn Jesus Christus, der der Stifter unserer Religion ist, wie selbst Sie sicher schon mal gehört haben, Gott mit "mein Vater" anredet, ist doch jede Unklarheit beseitig. Es sei denn, es gibt in Ihrer Privatsprache ein "das Vater".
    Welche Hysterie - die des grassierenden Genderwahns oder doch eher die, der an schweren präweihnachtlichen Depressionen und Ängsten leidenden Atheisten und Neuheiden, die jede noch so kleine Gelegenheit nützen müssen, ihre Gottlosigkeit oder ihren Götzenglauben zur Selbstberuhigung unter Beweis zu stellen?

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    1. Ein Geist und das ist unser personaler Gott, kann niemals ein Geschlecht haben. Papst Ratzinger hat das ganz klar erkannt und lehrt das in seinen Schriften auch so. Und wenn Sie das Göttliche maskulin oder feminin sehen wollen, sind Sie sowas von auf dem Holzweg. Dass Sie damit glatt eine neue Arche bauen könnten. Päpstlicher als der Papst ist vielleicht protestantisch oder sonstwas, aber bestimmt am wenigsten römisch-katholisch. Also fahren Sie Ihre künstliche Erregung wieder herunter und kommen Sie auf den Boden der Wirklichkeit zurück! Hier geht's nicht um gefühlten Genderwahn, sondern um unseren personalen Gott. Ratzinger lehrt das so. Ende!

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  5. Tja, wenn man noch nicht einmal mehr das Vaterunser hersagen kann...

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  6. Personen haben immer ein Geschlecht und so ein reiner Geist ist kein androgynes Neutrum, insbesondere dann nicht, wenn es sich dabei um Gott, den Vater, den Allmächtigen (Credo) handelt.
    Das Problem dass die Genderfans mit Gott haben, ist doch dessen Autorität.
    Und wenn O-Ton Jesus, die Mächtigen in dieser Welt ihre Macht missbrauchen, dann bedeutet es noch lange nicht, dass Macht was Schlechtes ist.
    In Wirklichkeit ist Macht eine schwere Aufgabe, was die deutschen Kaiser, insoweit begriffen haben, dass in der deutschen Kaiserkrone ein Dorn aus der Dornenkrone Christi war.
    Das an der schweren Aufgabe der Macht, die Mächtigen (im Kleinen wie im Großen) reihenweise scheitern, rechtfertigt noch lange nicht, Gott seine väterliche Autorität abzusprechen.

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