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Gerrit van Honthorst, Anbetung der Hirten |
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Mittwoch, 26. Dezember 2012
Weihnachtsbildchen
Sonntag, 26. August 2012
υποτασσομενοι αλληλοις εν φοβω θεου
hatte schon gedacht, diese Lesung gibt es gar nicht mehr. Aber am heutigen Sonntag wird diese Epistel (Epheser 5, 21-33) wirklich und wahrhaftig gelesen. Bis auf den ersten Satz der (bedauerlicherweise) in der alten lateinischen Lesung fehlt, war dies der Text, der bei jeder christlichen (nicht nur katholischen) Hochzeitsmesse gelesen wurde. Jedenfalls bis in die fünfziger Jahre. Also, um es historiographisch zu sagen, bis zum Ende des "Golden Age of Marriage". Nach der Liturgiereform blieb nur noch ein Rumpftext.
Eine Predigt über diesen Text hab ich übrigens noch nie gehört.
Auch so unbefangen wie Luther übersetzt heute kein Übersetzer mehr diesen Text:
21 und seid untereinander untertan in der Furcht Gottes.
22 Die Weiber seien untertan ihren Männern als dem HERRN.
23 Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt ist der Gemeinde, und er ist seines Leibes Heiland.
24 Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber ihren Männern in allen Dingen.
25 Ihr Männer, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebt hat die Gemeinde und hat sich selbst für sie gegeben,
26 auf daß er sie heiligte, und hat sie gereinigt durch das Wasserbad im Wort,
27 auf daß er sie sich selbst darstellte als eine Gemeinde, die herrlich sei, die nicht habe einen Flecken oder Runzel oder des etwas, sondern daß sie heilig sei und unsträflich.
28 Also sollen auch die Männer ihre Weiber lieben wie ihre eigenen Leiber. Wer sein Weib liebt, der liebt sich selbst.
29 Denn niemand hat jemals sein eigen Fleisch gehaßt; sondern er nährt es und pflegt sein, gleichwie auch der HERR die Gemeinde.
30 Denn wir sind die Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem Gebein.
31 "Um deswillen wird ein Mensch verlassen Vater und Mutter und seinem Weibe anhangen, und werden die zwei ein Fleisch sein.
32 Das Geheimnis ist groß; ich sage aber von Christo und der Gemeinde.
33 Doch auch ihr, ja ein jeglicher habe lieb sein Weib als sich selbst; das Weib aber fürchte den Mann.
So mal nebenbei lesen geht offenbar noch, aber bei Hochzeiten habe ich diesen Text bisher nur bei Eheschließungen nach dem Usus antiquior gehört. Warum?
Mittwoch, 30. Mai 2012
Bob Dylan und der Beitrag der Monogamie zur Menschwerdung des Affen.
Irgendwie schaut er ziemlich peinlich berührt aus der Wäsche. der Bob, als Barack Obama, Mister President himself, ihm die Presidental Medal of Freedom umhängt. Warum Bob Dylan bei diesem Anlaß in einem geschlossenen Raum eine tiefdunkle Sonnenbrille trägt, ist mir sofort klar: er will lieber nicht erkannt werden.
Schon peinlich, wenn man ausgerechnet für eine Ära geehrt wird, die man eigentlich besser vergessen möchte.
Significant influence on American culture? Kann mir nicht vorstellen, daß es Dylan sonderlich anheimelnd fand, daß einer seiner Songs, der "Subterranean Homesick Blues" zur Untergrundhymne der blutigsten Terrorgruppe der U.S.A. wurde, der "Weathermen". Ob dem später zum Christen gewandelten Dylan noch sein "It ain´t me, babe" zusagt? "It ain´t me babe - to promise never to part". Joan Baez trug das mit einer kleinen Vorpredigt gegen die "bürgerliche Ehe" und albernem Mädchengekicher vor, dazu ein neckisches "Guess, I am anti-marriage". (*Augenklimper*)
Muß schon eine Qual gewesen sein, einen solchen weiblichen Vollpfosten als größten und bekanntesten Fan zu haben.
Und was die Ordensverleihung angeht, habe ich fast den Eindruck, Bob Dylan wäre am liebsten in einer Burka erschienen.
Wie "influential" die "Anti-Marriage-Songs" der 60er waren, kann man sich ergooglen. Einmal das Wort "Monogamie" eingeben. Das Gros der gefundenen Texte befaßt sich mit dem Thema, daß Monogamie eine Illusion sei, Ergebnis kultureller Unterdrückung, Ausfluss der RSdkK, der repressiven Sexualmoral der katholischen Kirche usw.
Mittlerweile wagen sich allerdings wieder Forscher daran, zu untersuchen, ob die These von der "kulturell erworbenen" Monogamie, die einer zum Glück der Menschheit überwundenen Epoche angehört, wirklich stimmt. Die Beweise, daß dies nicht zutrifft, sondern vielmehr selbst Ideologie ist, daß die Monogamie zur Conditio humana gehört, sind stark. Warum etwa sind die frühesten Vertreter der Hominiden so affenunähnlich und menschenähnlich? Archäologische Befunde sprechen dagegen, daß die affenartige Promiskuität auch den frühen Menschen eigen war.
Eine neuere Untersuchung hat nun mit biomathematischen Modellen eine Antwort auf die Frage gesucht, wie sich eine frühmenschliche Gesellschaft entwickelt, in der die Frauen sich nicht mehr den starken promisken Alphamänner zuwenden, die sich zwar um das Wachstum des eigenen Harems kümmern, nicht aber um die Versorgung ihrer Kinder, sondern den schwächeren. Was geschieht, wenn sich Frauen denen zuwenden, die sie mit Geschenken bestechen, statt sie mit Gewalt zu nehmen. Was geschieht, wenn sich neben der Machogesellschaft der starken Männer, die alle schwächeren Rivalen wegbeißen, eine Parallelgesellschaft entwickelt, in der sich treue Paare gemeinsam um die Nahrungsbeschaffung und Fürsorge für die gemeinsamen Kinder kümmern. Welche Gesellschaft wird überleben.
Ob man dafür nun ein biomathematisches Modell braucht, weiß ich ja nicht. Ein Blick in die Runde hätte eigentlich genügen können. Welche Gesellschaft ist stärker, bringt mehr Kinder zur Welt, schafft mehr gesellschaftlichen Fortschritt, Wohlstand und Freiheit. Es ist offenkundig die auf der ehelichen Monogamie, der Gattentreue beruhende angeblich "westliche" Gesellschaft. Die gar nicht so westlich und auch gar nicht so christlich ist, wenn die Monogamie schlicht zur Conditio humana gehört
Am Anfang aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen (Markus 2-9)
Schon peinlich, wenn man ausgerechnet für eine Ära geehrt wird, die man eigentlich besser vergessen möchte.
One of the most influential American musicians of the 20th century, Dylan released his first album in 1962. Known for his rich and poetic lyrics, his work had considerable influence on the civil rights movement of the 1960s and has had significant impact on American culture over the past five decades.heißt s im offiziellen Belobigungstext. Bei einer Jury, inclusive Mr. President of the United States, die alle irgendwie im Gegensatz zum Jubelgreis Dylan in den 60ern kleben geblieben sind, war das ja nicht anders zu erwarten.
Significant influence on American culture? Kann mir nicht vorstellen, daß es Dylan sonderlich anheimelnd fand, daß einer seiner Songs, der "Subterranean Homesick Blues" zur Untergrundhymne der blutigsten Terrorgruppe der U.S.A. wurde, der "Weathermen". Ob dem später zum Christen gewandelten Dylan noch sein "It ain´t me, babe" zusagt? "It ain´t me babe - to promise never to part". Joan Baez trug das mit einer kleinen Vorpredigt gegen die "bürgerliche Ehe" und albernem Mädchengekicher vor, dazu ein neckisches "Guess, I am anti-marriage". (*Augenklimper*)
Muß schon eine Qual gewesen sein, einen solchen weiblichen Vollpfosten als größten und bekanntesten Fan zu haben.
Und was die Ordensverleihung angeht, habe ich fast den Eindruck, Bob Dylan wäre am liebsten in einer Burka erschienen.
Wie "influential" die "Anti-Marriage-Songs" der 60er waren, kann man sich ergooglen. Einmal das Wort "Monogamie" eingeben. Das Gros der gefundenen Texte befaßt sich mit dem Thema, daß Monogamie eine Illusion sei, Ergebnis kultureller Unterdrückung, Ausfluss der RSdkK, der repressiven Sexualmoral der katholischen Kirche usw.
Mittlerweile wagen sich allerdings wieder Forscher daran, zu untersuchen, ob die These von der "kulturell erworbenen" Monogamie, die einer zum Glück der Menschheit überwundenen Epoche angehört, wirklich stimmt. Die Beweise, daß dies nicht zutrifft, sondern vielmehr selbst Ideologie ist, daß die Monogamie zur Conditio humana gehört, sind stark. Warum etwa sind die frühesten Vertreter der Hominiden so affenunähnlich und menschenähnlich? Archäologische Befunde sprechen dagegen, daß die affenartige Promiskuität auch den frühen Menschen eigen war.
Eine neuere Untersuchung hat nun mit biomathematischen Modellen eine Antwort auf die Frage gesucht, wie sich eine frühmenschliche Gesellschaft entwickelt, in der die Frauen sich nicht mehr den starken promisken Alphamänner zuwenden, die sich zwar um das Wachstum des eigenen Harems kümmern, nicht aber um die Versorgung ihrer Kinder, sondern den schwächeren. Was geschieht, wenn sich Frauen denen zuwenden, die sie mit Geschenken bestechen, statt sie mit Gewalt zu nehmen. Was geschieht, wenn sich neben der Machogesellschaft der starken Männer, die alle schwächeren Rivalen wegbeißen, eine Parallelgesellschaft entwickelt, in der sich treue Paare gemeinsam um die Nahrungsbeschaffung und Fürsorge für die gemeinsamen Kinder kümmern. Welche Gesellschaft wird überleben.
Ob man dafür nun ein biomathematisches Modell braucht, weiß ich ja nicht. Ein Blick in die Runde hätte eigentlich genügen können. Welche Gesellschaft ist stärker, bringt mehr Kinder zur Welt, schafft mehr gesellschaftlichen Fortschritt, Wohlstand und Freiheit. Es ist offenkundig die auf der ehelichen Monogamie, der Gattentreue beruhende angeblich "westliche" Gesellschaft. Die gar nicht so westlich und auch gar nicht so christlich ist, wenn die Monogamie schlicht zur Conditio humana gehört
Am Anfang aber hat Gott sie als Mann und Frau geschaffen (Markus 2-9)
Dienstag, 1. Mai 2012
Ohne Worte
Selten gibt es Bilder, die ohne ein einziges Wort genau das ausdrücken, was der katholische Glaube meint. Dies ist so ein Bild. Es stammt aus der Kirche Saint Maimboeuf in Montbelliard. Es ist "picture of the day" in Wikimedia commons.
Freitag, 30. März 2012
Sankt Winnetou
Zwischen meinem 8. oder vielleicht 9. Lebensjahr und meinem zwanzigsten spielte sich mein Leben gewissermaßen zwischen den grünen und blauen Bänden ab. Also zwischen Karl Mays gesammelten Werken und Karl Marx/Friedrich Engels MEW. Von beiden Werken habe ich bestimmt jeden Band gelesen. Karl May fand ich allerdings spannender, und als ich später die Machwerke der vermaledeiten May-Kritiker las, insbesondere Arno Schmidts "Sitara" war ich echt empört.
Arno Schmidt hat sich in einer eher seltsamen Weise mit May befasst, und seine profunde Kenntnis des Maischen Gesamtwerks zeigt zumindest, daß er aber auch wirklich jede Seite von Karl Mays 34 Bänden sogenannter Trivialliteratur gelesen hatte.
Wir Jungs waren jedenfalls alle entweder Cowboy oder Indianer, natürlich waren wir alle Blutsbrüder wie Winnetou und Old Shatterhand, und ich hätte so gerne bei unseren Kinderspielen Winnetou gespielt, wäre ich nicht von allen Kindern das bestimmt bleichgesichtigste aller Bleichgesichter gewesen.
Später - zur Zeit der blauen Bände - haben wir dann die bösen Bleichgesichter in Gestalt des US-Imperialismus bekämpft, Doch, echt. Erinnere mich noch gut an eine Rede die der Philosoph Ernst Bloch bei irgendeinem Anti-Vietnam-Kriegs-Kongreß geredet hat und den Satz : "Diese Indianer (gemeint waren die Vietnamesen) lassen sich nicht so zünftig abschlachten". Könnte von Karl May sein, der Satz, und in der Tat war Ernst Bloch ein begeisterter Karl-May-Verehrer.
Doch die Vorstellung vom edlen Wilden Winnetou war genauso falsch und ideologisch verblendet wie unser Kinderglauben an den edlen Vietnamesen und die bösen Cowboys. In Wirklichkeit bereiteten wir einer kommunistischen Diktatur den Weg, und alsbald nach dem Sieg unserer Edlen flüchteten hunderttausende boat-people.
Hat nicht auch Rousseaus lebensfremde Theorie vom guten Wilden den Weg für den Terreur der Jakobiner bereitet? War Karl May geistiger Wegbereiter der 68er? Vielleicht nicht, aber die Akteure hatten zumindest ebenso viel Karl May, wie Karl Marx gelesen.
Winnetou aber bekannte sich sterbend zu Jesus Christus.
Ich gehe heute dorthin, wohin der Sohn des großen Manitou uns vorgegangen ist, um die Wohnung im Hause seines Vaters zu bereiten. (Winnetou III, Bamberg 1951, S. 426)Konnte mich nicht daran erinnern, bis ich es heute in der Zeitung las. Vielleicht hätte wir unseren Karl May doch besser lesen sollen. Der gute Wilde war vielmehr eine guter Christ.
Fast hätt ichs vergessen: heute jährt sich zum hundertsten Mal der Todestag Karl Mays.
Donnerstag, 8. März 2012
Wenn ich Präsident wär .. dideldideldideldideldideldideldumm
hätt´ich mir dieses Kirchenlied zum Abschied gewünscht:
Ein Haus voll Glorie schauet / weit über alle Land, / aus ew'gem Stein erbauet / von Gottes Meisterhand. / Gott! Wir loben dich. /Gott! Wir preisen dich. /O laß im Hause dein / uns all geborgen sein!
Gar herrlich ist's bekränzet / mit starker Türme Wehr, / und oben hoch erglänzet / des Kreuzes Zeichen hehr. / Gott! Wir loben dich ...
Wohl tobet um die Mauern / der Sturm in wilder Wut; / das Haus wird's überdauern, / auf festem Grund es ruht. / Gott! Wir loben dich ...
Ob auch der Feind ihm dräue, / Ansturm der Hölle Macht: / Des Heilands Lieb und Treue / auf seinen Zinnen wacht. / Gott! Wir loben dich ...
Dem Sohne steht zu Seite / die reinste der Jungfraun; / um sie drängt sich zum Streite / die Kriegsschar voll Vertraun. / Gott! Wir loben dich ...
Viel tausend schon vergossen / mit heil'ger Lust ihr Blut; / die Reihn stehn fest geschlossen / in hohem Glaubensmut. / Gott! Wir loben dich ...
Auf eilen liebentzündet / auch wir zum heil'gen Streit; / der Herr, der's Haus gegründet, / uns ew'gen Sieg verleiht. / Gott! Wir loben dich ...
Und dann noch ein Wachbataillon mit einer richtigen Unform.
Montag, 5. März 2012
Our Lady of Mosebach
Ach diese (von Alexander Kissler meisterhaft kommentierte) Rede unseres ultramontanen Dichterfürsten Mosebach hat mir wirklich gefehlt.
Meine geliebte Madonna von Lourdes soll nur industriell massengefertigter Kitsch sein? No Sir. Nicht industrielles Massenprodukt, vielmehr wahre Ikone.
Wobei ich ja den "konservativen Revolutionär" für eine contraditio in adjecto halte, die mich nun wiederum tief in meinem reaktionären Innersten echt zornig, wütend und betroffen macht, Du.
Werde gleich beim nächsten Besuch in FFM vor meiner allergeliebtesten und allerschönsten Lourdes-Madonna eine ganz besonders große Kerze für den guten Martin stiften. (Wieviele M.M. wohl schon höchstselbst vor diesem allerheiligsten Bild gestiftet hat?)
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