Samstag, 17. November 2012

Casus Jolie: "Moralische Verantwortung"

Muß mal wieder über meine Abos nachdenken. Jedenfalls über das Abo meiner nicht total guten, aber irgendwie doch unentbehrlichen Lokalzeitung, dem "Darmstädter Echo" (im Volksmund Darm-Echo genannt).

Dort (aber nicht nur dort, sondern auch dort) findet sich folgender bizarrer Satz über den Casus Jolie:
Daß Jolie Kreuz.net für seine Zwecke anonym genutzt habe, ist für David Berger juristisch gesehen wenig relevant: „Vielmehr ist es eine Frage der moralischen Verantwortung.“
Was meint das? Hätte nun mein alter längst verstorbener hoch verehrter (bloß nicht von mir)  Fülosofieprofessor gefragt. Wie sollen wir das verstehen? Wer auf einer zwielichtigen Seite einen Kommentar in allen Fällen unverfänglichen Inhalts hinterlässt (mehr wird Pfarrer Jolie nicht vorgeworfen), wer hin und wieder auf besagter Seite zustimmend erwähnt wird - was mir auch schon passiert ist -, trägt nun die "moralische Verantwortung" für alle Inhalte dieser Seite. Und das soll auch noch "juristisch relevant" sein.

Wäre es so, brächen für Strafverteidiger finstere Zeiten an. Ich verteidige derzeit einen jungen Mann vor dem Landgericht gegen den Vorwurf des versuchten Mordes. Mit einiger Sicherheit kann davon ausgegangen werden, daß ein naher Verwandter dieses jungen Mannes einen anderen mit einem massiven Gegenstand traktiert und ihm lebensgefährliche Verletzungen beigebracht hat. Mein Mandant beteuert, er habe nur dabei gestanden und alsbald das Weite gesucht, weil er mit der Sache nichts habe zu tun haben wollen.

Eigentlich war ich bisher der Meinung, daß mein Mandant freizusprechen sei, wenn es mir gelingt, die Kammer zu überzeugen, daß mein Mandant die Wahrheit sagt.

Setzte sich aber nun in der Rechtsprechung die "David-Berger-Lehre" durch, hat mein Mandant wohl keine Chance. Die Kammer könnte erklären, meinem Mandanten sei zwar keine Tatbeteiligung nachzuweisen, er trage aber, da er seinen Verwandten allein durch seine Anwesenheit moralisch in seiner Handlung gestärkt habe, die Verantwortung. Das würde meinen Mandanten so in etwa 8 bis 9 Jahre Haft kosten.

Diese Lehre ist übrigens gar nicht so unpopulär. Mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen.  Rechtsstaatswidrig, aber volkstümlich. Der Geist der Lynchjustiz. Auch den Opfern dieser mörderischen Form der peinlichen Gerichtsbarkeit wurde ja in der Regel nur eine "moralische" Mitverantwortung vorgeworfen. Oder sie wurden in Sippenhaftung genommen. Die Bevölkerung so manchen Judenghettos mußte die "moralische Verantwortung" für einen bloß imaginierten Ritualmord mit dem Leben bezahlen.

Würde die Strafkammer in obigem Fall nun wirklich dieser Theorie folgen, das Urteil würde mit Sicherheit in der Revisionsinstanz aufgehoben. Und die verantwortlichen Richter müßten sich in einem Strafverfahren wegen offenkundiger Rechtsbeugung verantworten.

Aber die Qualitätspresse druckt diesen Satz ab, ohne daß dem verantwortlichen Redakteur auffällt, daß da vielleicht doch irgendwie irgendwas nicht stimmen könnte. Und S.P.O.N setzt sogar noch einen drauf. Die David-Berger-Theorie zur strafrechtlichen Problematik von Täterschaft und Teilnahme scheint sich durchzusetzen.

Der Hauptbetreiber der Kampagne - die sich angeblich gegen kreuz.net richtet, tatsächlich gegen die gesamte Szene der im internet aktiven "konservativen" Katholiken - verkauft Pornos für Schwule. Zum Beispiel die "Loverboy Classics", harter Stoff für ephebophile bis pädophile Schwule. Oder die "Bel Ami Rebels" süße Racker, die nur darauf warten, daß man es ihnen mal so richtig besorgt. Womit ich zum Thema "moralische Verantwortung" in der Schwulenszene überleiten möchte:

Von den 15.000 Fällen von Kindesmißbrauch, die die Statistik des BKA zählt, haben 25% einen schwulen Hintergrund . (Kindesmißbrauch ist ein Delikt, daß nahezu ausschließlich von Männern begangen wird.) In 25% der Fälle geht es um homosexuelle oder bisexuelle Männer, die sich an kleinen Jungs vergehen. Der Anteil ist weit höher als der Anteil homo- und bixexueller Männer in der Bevölkerung. Könnte man nicht - der David-Berger-Theorie folgend - sagen, daß Bruno Gmünder für dieses Massendelikt "moralisch verantwortlich" ist?

Hat jemals einer dieser schwulen Aktivisten auch nur ein Tüttelchen an "moralischer Verantwortung" für die Vergewaltigung von tausenden kleiner Jungen, und die Verführung und den Missbrauch einer wahrscheinlich noch viel größeren Zahl von Jugendlichen übernommen? Letzteres hat man vielmehr nach Jahren erfolgreicher Lobbyarbeit mit der Abschaffung des § 175 legalisiert. Der schwule Oberaktivist Volker Beck - der sich natürlich auch im Fall unseres Gemeindepfarrers und Blogozoesenmitgliedes mit einem lautstarken "Kreuzige ihn" zu Wort gemeldet hat -  hat noch vor 1988 die Legalisierung des Kindesmißbrauchs gefordert.

Ich erinnere mich noch gut an eine Fernsehdiskussion wo sich ein bedauernswerter Bischof ausgerechnet gegenüber dem Chefredakteur der Porno-Postille-Spiegel und dem schwulen Aktivisten Rosa von Praunheim wegen des Mißbrauchsskandals  rechtfertigen mußte (bei dem es übrigens vorwiegend um schwule Ephebophilie ging) . Mir lief die Galle über. Keinem fiel auf, daß da zwei die klassische "Haltet den Dieb"-Strategie verfolgten.

Ich kenne kaum eine politische Szene die so wie die Truppe der schwulen Oberaktivisten ihre Verantwortlichkeit ablehnt, ja Verantwortungslosigkeit geradezu propagiert. Warum ist AIDS noch immer eine Krankheit, die vor allem schwule Männer betrifft? Weil es den meisten Aktivisten völlig wurscht ist, was passiert, wenn sie ihren Lüsten freien Lauf lassen. Hat man dazu jemals ein Wort von schwulen Agitpropaktivisten wie Beck, Gmünder, Becker, von Praunheim gehört?

So sehr man sich über die Aktivistenmafia auch ärgern mag, eines sollte man sich klar machen: der Katechismus weist uns in dieser Frage darauf hin, daß Homosexuelle sich ihr Schicksal nicht selbst gewählt haben, und daß sie mit Anstand und Respekt zu behandeln sind. Das ist für uns Richtschnur. Und damit ein guter Grund +net zu meiden.

Aber ich darf mich auch fragen, warum die "Emanzipation" der Schwulen und Lesben, sogar der Bisexuellen in unserer Gesellschaft eine Art Lackmustest für Liberalität und political Correctness geworden ist.

Die Schwulen sind längst zum Kanonenfutter im Kulturkampf geworden. Mir ist die aus beruflicher und persönlicher Erfahrung die Situation alternder häufig ephebophiler Schwuler, die keinen Sexualpartner finden können, und sich deshalb auf die Stricherszene einlassen müssen, gut bekannt. Der hohe Pronzentsatz psychisch kranker Schwuler und die hohe Zahl der Selbstmorde sollte jeder kennen. Ist dieses Leben lebenswert? So mancher alternde Schule zieht für sich die Konsequenz und beendet dieses sein Leben.

Natürlich ist die sie diskriminierende Gesellschaft schuld, sagen die Aktivisten und wiederholen damit nur ein altlinkes Märchen. Wer nach Heilung sucht, wird schlimmer behandelt als ein Dissident der sonstwo vom wahren Glauben abfällt. Die Schwulen werden offenbar gebraucht, ihre Zahl darf keinesfalls sinken. Gibt es denn ein besseres Vehikel als das Geschrei von der "Diskriminierung" der Schwulen, um wieder und wieder, die "Rechten" die "Konservativen" die "fundamentalistischen Christen" als "intolerant", "inhuman" und "fundamentalistisch" vorzuführen? Und für das große Ziel der gleichgemachten egalitäüren Gesellschaft mußten ja schon immer Opfer gebracht werden. Sollte man die große Zahl der zu früh gestorbenen, kranken, vereinsamten Homosexuellen nicht eigentlich als "Kollateralschaden" verbuchen?

Als Gefallene im Kampf gegen die altböse Feindin, die Kirche?

Ach ja, noch ein Gruß zum Schluß: "Anti-Katholizismus ist der Anti-Semitismus der moderaten Linken."(Erik Ritter von Kuehnelt-Leddihn, Leftism from de Sade and Marx, to Hitler and Pol Pot)

Kommentare:

  1. Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.

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    1. Der geistige Dünnpfiff diese Artikels ist vom allerfeinsten! Gute Klasse 1 A. Willkommen in der Realität in der es ganz anders aussieht.

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  2. @Systemlord. Eure Lordschaft sollte sich einer Sprache befleißen, die Dero Stand entspricht. "Dünnpfiff" und "Kacke" sollte dem Munde eines Aristokraten nicht entfleuchen. Davon abgesehen sollte Euer Lordschaft zur Kenntnis nehmen, daß ich den wohl realitätsnächsten Berufe habe, den man sich, neben dem eines Arztes und Psychiaters, wohl vorstellen kann. Ich bin Rechtsanwalt, unter anderem Strafverteidiger. Die Realität von Schwulen, die Opfer von Straftaten werden, weil sie sich auf die Stricherszene einlassen müssen, ist mir beruflich sehr gut bekannt. Zu meinen Mandanten gehören Schwule, Lesben, Stricher, Prostituierte, Zuhälter. Wer Strafverteidiger ist, dem sollten Berührungsängste fremd sein. Das Sexualleben meiner Mitmenschen ist mir gut bekannt. Mit welcher Realität ist Dero Hochwohlgeboren konfrontiert?

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  3. Interessant: Hier ein Artikel der Zeit aus April 2008
    http://www.zeit.de/online/2007/25/schwul-jugendliche-internet

    Darin steht:
    „…Sie isolieren sich, entwickeln beispielsweise Essstörungen und Depressionen und fühlen sich dann erst recht nicht mehr »richtig«. Viele sind diesem Druck nicht gewachsen. Es kommt nicht von ungefähr, dass die Selbstmordrate bei homosexuellen Jugendlichen vier Mal höher liegt als bei gleichaltrigen Heterosexuellen.“

    Doch scheint mir dies, und ähnlich steht es ja auch im Artikel, nicht ein Problem des homosexuellseins zu sein, sondern ein Problem, welches durch die Vorbehalte und Vorurteile der Umwelt gegenüber Homosexuellen entsteht.

    Allerdings sind Gründe für einen Suizid immer vielschichtig und jeder Fall ist anders und anders begründet.
    Ich halte das Über-einen-Kamm-scheren für nicht hilfreich.

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  4. @Juergen. Nachdem es ja seit den 70iger Jahren verboten ist, Homosexualität als Krankheit anzusehen, ist jede Erforschung der Ursachen und Folgen von Homosexualität unterblieben. Aber was geschieht eigentlich mit einem Schwulen, der mit einem Ephebophilen lieert ist und abgeschoben wird, weil er nicht mehr dem Beuteschema seines Lovers entspricht? Wie geht es einem alternden Schwulen, der nun mal auf junge Männer abfährt und irgendwann nicht mehr attraktiv genug ist. Der dann von jungen Männern ausgenommen wird. Der sich auf Stricher einläßt, einlassen muß. Wie leben alte Schwule dieses Typs, ohne Familie, ohne Kinder, ohne Geliebten. Wer wird denn da nicht irre? Wir starb Rudolph Moshammer? An Diskriminierung?

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  5. Mich würde mal interessieren, was mit all den Enthüllungsjournalisten sowie Vertretern der entsprechenden von +.net angefeindeten Gruppierungen passiert, die ebenfalls im Kommentarbereich dieses Portals anonym mitmetzeln. Stehen die auch auf der Abschußliste?

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