Dienstag, 13. März 2018

Liebe Leser - zum vorletzten Mal

wir sind gerade noch einmal davongekommen. Denn der Bundesgerichtshof hat in einer Entscheidung, die ganz gewiß von den Richtenden unser Bundesverfassungsgerichtshof aufgehoben werden wird, noch einmal - ein letztes Mal - das sogenannte generische Maskulinum verteidigt.

Die Kundin, so der Inhalt des Urteils, muß es hinnehmen, daß sie in Rundschreiben ihrer Sparkasse als "Kunde" angesprochen wird. Was aber, wenn die Bundesverfassungsrichtenden dieses Urteil aufheben? Wie gesagt, ich bin mir dessen ganz sicher, spätestens, seitdem eine grüne Richterin dem hier zuständigen ersten Senat angehört, der es offenbar gelungen ist, in dem berühmten Urteil zur Mehrgeschlechtlichkeit ihre Sicht der Dinge zu vermitteln.

Dann bricht der Damm. Die Justiz verröchelt, denn die Urteile, die sowieso kein Mensch mehr versteht, werden dann vor lauter inclusive language noch unverständlicher werden. Was aber, wenn die Richtenden von den Gerichteten nicht mehr verstanden werden? Sie werden zum Faustrecht zurückkehren. Mord, Totschlag, Plünderung und Brandschatzung werden wieder zu unserem Alltag gehören.

Ich werde nach mehr als 39 Jahren meine Schreiben an das "Bundesamt für Migration und Geflüchtete" richten müssen statt an das BAMFlüchtlinge,  nachdem ich nun schon seit Jahren nicht mehr ans das Studentenwerk schreibe, sondern an das Studierendenwerk. Selbstverfreilich werde ich meine Schreiben an die unbekannten Mitarbeiter eines beliebigen Amtes, wo ich doch den Eid auf die Verfassung geleistet habe, nicht mehr mit '"Sehr geehrte Damen und Herren" beginnen lassen, sondern mit "Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Irgendwieandersgeschlechtliche", in Erwartung des Protestschreibens eines Mitarbeitenden, das sich als Zwitter nicht korrekt angeschrieben fühlt.

Der Erste Senat des BVerfG dräut. Es gibt kein Entkommen.


Kommentare:

  1. Von Täterinnen und Verbrecherinnen wird in den Urteilen sicherlich nichts zu hören sein. Oder hast Du mal progressistische Katholiken "... bitte für uns Sünderinnen und Sünder" beten hören? Nein, es geht lediglich darum, sich die Rosinen rauszupicken. Raserinnen und Steuerhinterzieherinnen wird es mit Sicherheit auch in Zukunft nicht geben.

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  2. was mich in dem Zusammenhang, seit Jahrzehnten eigentlich irritiert ist, dass kein Mensch und keine Menschin damit Schwierigkeiten zu haben scheint, dass sowohl der Plural, alsauch die Höflichkeitsform weiblich sind.

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    1. was de facto gar nicht so ist. Die Anrede "Sie" ist 3. Person Plural und nur scheinbar "weiblich". Während das weiblichster aller Worte "Weib" sächlich ist.

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