Sonntag, 7. Februar 2016

Tote Helden. Heute: Klaus von Dohnanyi

Klaus von Dohnanyi mit Pulli(!)

Klaus von Dohnanyi , den hanseatischen Aristokraten, habe ich immer ganz gut leiden können. Aber für einen zutiefst reflektierenden Politiker habe ich ihn nie gehalten. Eher für jemanden, der in der Weise "streetsmart" ist, wie man es im Hanseatischen nun einmal zu sein hat. Vanünftig und An-S-tändig. Jedenfalls hat mir das meine friesische Mutta beigebracht. Wenn sie die Stirn runzelte und etwa sagte: Dschunge nun sei ma va-nünftig, dann wußte ich, ich hatte was ganz ganz Schlimmes getan, vielleicht hatte ich mich sogar un-an-s-tändig verhalten. Jeder hanseatische Junge versank bei einer solchen Kritik im Boden.

In Regionen, wo eine gewisse Exaltiertheit üblich ist, hätte man das Wort unanständig mit weit dramatischeren Begriffen beschrieben, die mir niemals über die Lippen kommen würden.

Was Dohnanyi in der "Welt"da nun sagt ist aber nicht vanünftig, sondern einfach nur blöd.

- eigentlich müßte er ja wissen, daß die GFK nicht Bürgerkriegsflüchtlinge schützt, dafür sorgt die Europäische Qualifikationsrichtlinie
- ebenso müßte er wissen, daß uns die GFK nur verpflichtet, Flüchtlinge nicht in ihr Verfolgerland abzuschieben, nicht aber, sie aufzunehmen.
- auch im Grundgesetz steht nicht, daß wir alle politischen Flüchtlinge aufnehmen müssen, sondern nur die, die nicht bereits anderweitig Zuflucht gefunden haben. Das aber sind nach der aktuellen Statistik des BAMF nur 0,7%.
- schließlich müßte er wissen, daß die Verteilung der Flüchtlinge in Europa im Dublin-III-Übereinkommen geregelt ist. Auch wenn das eines der unsinnigsten internationalen Abkommen ist, das man sich vorstellen kann.
- und auch die Unmöglichkeit, die Grenzen Italiens und Griechenlands mangels politischen Willens zu sichern, sollte ihm bekannt sein.

Aber eigentlich habe ich den Artikel gelesen, weil ich wissen wollte, warum die AfD un-an-s-tändig sein solle. Weil sie LKWs an den deutschen Außengrenzen kontrollieren will? Erstens will sie das bisher nicht, sie sollte es aber wollen, denn jeder Grenzschutzbeamte könnte dem Herrn Burggrafen gerne erklären, daß die weitaus meisten illegalen Einwanderer in verplombten LKWs über die Grenzen kommen, sofern sie überhaupt kontrolliert werden.

Es ist also unanständig, die eigenen Grenzen zu kontrollieren? Wenn das so wäre, verlöre die Bundesrepublik ihre Gebietshoheit. Ein Staat aber, und das sollte der Dr.jur. Dohnanyi ja wissen, der seine Gebietshoheit nicht mehr garantieren kann, erfüllt eines der Kriterien eines failed state.

Ist es nun an-s-tändig, von dem Deutschen Volk zu verlangen, daß es den Weg Somalias geht? Kann nicht sein. Das wäre un-an-s-tändig.

Tote Helden? Nein, Klaus von D. lebt und erfreut sich guter Gesundheit. Aber als Held, an dem ich mich orientiere, ist er für mich gestorben.

Kommentare:

  1. Ich fand auf Ihrem alten Blog ein interessantes Abbild von der Maria.
    Kennen Sie Ura-Linda-Chronik?
    Ich glaube es ist war. Dafür spricht folgendes.
    1. Mater amata - Mutter als alles entscheidende Instanz.
    2. Friesische Freiheit als Leitkultur bis ins Mittelalter.
    3. Doggerland als neuester Nachweis von untergegangenem Landmassen.
    Was würde ihre Mutter zu diesem Thema sagen?

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  2. Es geht um http://materamata.blogspot.de/2010/09/eala-frya-fresena.html

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