Sonntag, 13. Januar 2013

Mariageophile pas homophobe


4 gegen 340.000 (oder 800.000). 4 Femen demonstrierten bei dem Angelusgebet wie üblich mit freien Öberkörper und der Parole "In gay we trust" am heutigen Tag auf dem Petersplatz in Rom. Ziemlich blond, die Damen. Und deshalb haben auch fast alle deutschen Journaillisten über die Aktion in Rom berichtet.

340.000 (nach Angaben der Veranstalter 800.000) demonstrierten am selben Tag in Paris gegen die Homo-Ehe, das war bis zu diesem Moment nur der "Tagesschau" dem "Spiegel" und der "Jungen Freiheit" eine Nachricht wert. Beim Spiegel war es natürlich eine "Kreuzzug" und es waren gerade mal ein paar zehntausend. So isse halt, die Qual-I-Täts-Presse.

La Manif war schon sehr bunt, von einem Trupp der Petrusbruderschaft in korrekter Soutane, über die eher finster dreinschauenden Knurzkatholiken der "Civitas", bis zu Homos, die Schwulsein sich besser ohne Ehe vorstellen können.

Ich weiß noch nicht so ganz, wie ich das finden soll, jedenfalls finde ich es sehr frangsösich. Und daß eine Komikerin, Madame Frigide Barjot (very funny, Miss Barjot) und nicht etwa die üblichen Verdächtigen die zentrale und offenbar sehr erfolgreiche Kampagne initiiert und koordiniert, find ich eigentlich trés katholisch.
Where ever the catholic sun does shine,
You will find Laughter and good red Wine
At least I always found it so
Benedicamus domino
(Hilaire Belloc, ein Frangsose, na klar)
Witzischkeit ist unsere Waffe, oder? Die Akzentsetzung, nicht gegen Homosexuelle, sondern gegen die Homosexualisierung zu kämpfen, liegt mir. Diese Akzentsetzung ist auf La Manif Pour Tous gut gelungen.

Daß es um Homosexualisierung geht, also um die Veränderung des Sexualverhaltens der ganzen Gesellschaft, letztlich um die Zerstörung der "Bürgerlichen Kleinfamilie" und die Vernichtung des KFM-Menschen kann man sich klar machen, wenn man die winzige Zahl von eingetragenen Partnerschaften mit der Zahl der Ehen vergleicht. Ganze 23.000 vorwiegend schwule Lebenspartnerschaften gibt es in Deutschland, bei mehr als 18 Millionen Ehen. Im mathematischen Verhältnis ausgedrückt, sind das 1,2 Promille. Kann es sein, daß es um diese winzige Gruppe geht? Nein, es geht um Gleichmacherei. Positiv ausgedrückt um Nicht-diskriminierung, Nicht-Unterscheidung also.

Wer Familie hat, weiß, das Menschen nicht gleich sind. Nicht einmal eineiige Zwillinge sind es. Familien bestehen aus Personen, nicht aus Klonen. Die Anhänger des Egalitarismus waren der Familie schon immer feind. Familie ist von Natur aus hierarchisch und diversitär. Ihre Gegner träumen von einer Gesellschaft identischer Partikel.

Kommentare:

  1. Meine Zwillinge sind eigentlich schon immer genervt von ihrer relativen Ähnlichkeit, und hassen es, wenn man sie gleichbehandelt, besonders wenn sie so gleich behandelt, dass man sie verwechselt.
    Das aber nur als Exkurs.
    Frage was bedeutet KFM Menschen?

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